Die hydrologische Situation Schwabachs und die Schwabach

Christian Jacobs

Hydrologische Situation

Zu allererst ein paar Zahlen über Mittelfranken. In Mittelfranken sind 1.641.058 Einwohner an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen. Die 35l Wassergewinnungsanlagen speisen 119.404l in das Netz. Das Wasser wird hauptsächlich aus dem Grundwasser (88.627l) und dem Quellwasser (21.277l) gewonnen.
Die durchschnittliche Höhenlage von Schwabach beträgt 338,886 m über dem Meeresspiegel. Bei einer Wasserfläche von 33ha beläuft sich der Niederschlag in der Stadt auf 580mm. 37.639 Einwohner sind in Schwabach mit Wasser versorgt, wobei der Prokopf-Verbrauch bei 132,5l liegt. Das Schwabacher Trinkwasser hat eine Temperatur von 9,9°C, einen Härtegrad von 2 (mittelhart) und einen PH-Wert von 7,6. In der Schwabacher Umgebung fließen 13 Flüsse, wobei besonders die Schwallbach (Buchschwabach), die Schwabach, die Hembach und die Schwarzach zu nennen sind. Im Gebiet von Schwabach sind 8 Weiher (Bsp.: Weiher am Wasserschloss, Kupferweiher, Forsterweiher, Beuglersweiher).

Die Schwabach

Der Name des Flusses ist zurückzuführen auf Suapaha (um 800). Früher hieß Schwabach Villa Suabach, was soviel bedeutet wie "am Fluss Ache leben Schwaben". Nun kommen wir zu den Merkmalen des Flusses Schwabach. Seinen Ursprung hat die Schwabach im Kettelsdorfer Wald nahe Heilsbronn in 430m Höhe. Bei einem Höhenunterschied von 5,3 m/km mündet sie nach einer Länge von 23 km zwischen Katzwang und Penzendorf in die Rednitz.

Die Geschichte des Flusses Schwabach

Im Jahre 1926 stellten die Bauern einen Antrag auf Entwässerung des Schwabachtals. Im Jahr darauf wird der Bauentwurf für die Begradigung den Wiesengrundbesitzern vorgestellt. Der Bauentwurf sah vor, dass neue Be- und Entwässerungsanlagen sowie 3 Stauwehre und 3 Feld-, Heubrücken angelegt werden. Die Maße der Betonrinne für den Fluss sind 1m Breite, 1,2m Tiefe und 4,1km Länge.
Am 27.12.1927 war der planmäßige Baubeginn für die Begradigung. Am 26.6.1929 wurde ein neuer Entwurf vorgelegt und einige Grundstücke mussten zwangsweise eingezogen werden.
Im Jahre 1933 wurde mit der Begradigung der Schwabach begonnen, diese dauerte 2 Jahre. Man begründete das Vorgehen mit der Flussregulierung zwischen Schwabach und Gustenfelden, der vorherrschenden Schlammablagerung und Geruchsbelästigung. Die Folge des Umbaus war ein Flutkanal mit hoher Geschwindigkeit. Das Bauvorhaben wurde durch die dort ansässigen Bauern und dem Freistaat finanziert.
Im Jahre 1991 stimmte die Kommune dem Projekt der Renaturierung des Flusses Schwabach zu. Ziel des Projektes waren der Hochwasserschutz sowie das natürliche Aussehen des Flusses. Man wollte dies durch eine kurvenreiche Strecke mit Flachwasserzonen und einer niedrigen Fließgeschwindigkeit bei einer Breite von 3m erreichen. 1992/93 fiel der Startschuss der Umbaumaßnahmen. Im Jahr 1994 konnte die Umgestaltung abgeschlossen werden. In dieser Zeit wurden für die 5km lange Strecke zwischen Wöhrwiese und Landknechtsbrücke 1,6 Mio. DM benötigt.


Literatur:
Stadtarchiv: Herr Dippert Chronologie der Schwabach, Karten, Daten + Fakten
Umweltamt: Herr Schopflocher, Grundwasser, Frau Ruff

Internetseiten:
www.schwabach.de
www.brandenburg.de/statreg/daten_14/087-41.htm
www.bayern.de/STMLU/uwb/uwb_565.htm
www.bayern.de/STMLU/presse/1999/445.htm
www.umwelt.nuernberg.de/grundwasser.htm


letztes Update: 06.04.01