TemperaturZuerst einmal einige Temperaturwerte aus Schwabach: Der Durchschnitt der monatlichen Mittelwerte seit 1988 beträgt 9,965°C. Am wärmsten war es in diesem Zeitraum im Juli 1994 mit einem Mittelwert von 22,59°C. Am kältesten dagegen im Dezember 1996 mit einem Mittelwert von -2,4°C. Das wärmste Jahr im Zeitraum von 1988 bis 1999 war 1994. Hier betrug der Jahresdurchschnitt 11,04°C. Am kältesten war es 1996 mit einem Durchschnitt von 8,36°C. Nun nehmen wir ein Monat (Dezember 2000) und betrachten es näher. Am 13.12.2000 war der wärmste Tag im Monat mit einer Höchsttemperatur von 13,6°C. Die tiefste Temperatur war am 23.12.2000 vorzufinden: -8,7°C. Wenn man sich 48 Stunden einmal genauer betrachtet (18.1.2001 - 20.1.2001), erkennt man, dass die Temperatur sehr stark schwankt. So betrug in diesen 24 Stunden die Höchsttemperatur +0,4°C und die Tiefsttemperatur -7,94°C. Zwischen diesen Extremwerten in dem Zeitraum vergingen gerade einmal 2,5 Stunden !!! Man kann also sagen, dass sich das Wetter sehr schnell ändern kann. Betrachtet man sich einmal das letzte Jahr und vergleicht die durchschnittlichen Monatstemperaturen mit den Durchschnitten seit 1988, erkennt man sofort, dass es 2000 außer im Januar und im Juli immer zum Teil deutlich wärmer war. Der Juli war aber außergewöhnlich kalt. Wäre er nicht so kalt gewesen, wäre 2000 mit Abstand das heißeste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen gewesen. Im Winter fallen die hohen Temperaturen auf. Vor allem im Februar und November war es außergewöhnlich warm. Trotz des kühlen Juli war 2000 das wärmste Jahr seit den Aufzeichnungen von Herrn Berger. Zum Vergleich: 1957 lag die Durchschnittstemperatur bei kühlen 8,5°C (2000: 11,2°C). Diese Differenz ist sehr hoch. In der letzten Eiszeit war es gerade einmal 5°C kälter als jetzt. Man kann also sagen, dass es wirklich immer wärmer wird.
Niederschlag
Zuerst einmal wieder einige Werte. Das 15jährige Jahresmittel beträgt 678,5 L/m². Das feuchteste Jahr seit 1986 war 1988 mit einem Niederschlag von 846,8 L/m²; das trockenste Jahr war 1991 mit einem Niederschlag von 498 L/m². Der Durchschnitt von 1986 bis 1996 beträgt 691,31 L/m². Vergleicht man diesen Wert mit dem neueren 15jährigen Jahresmittel (678,5 L/m²) erkennt man, dass es trockener wird.
Klima
In Deutschland findet man maritimes Klima vor (das heißt relativ milde Winter und hoher Niederschlag). Außerdem ist das Klima semihumid (d.h. einige aride Monate). Die Messungen von Herrn Berger lassen aber auf ein humides Klima schließen, da der Niederschlag immer größer als die potentielle Verdunstung ist. Allgemein ist zu sagen, dass es wärmer und trockener wird. So waren 2000 der Februar und November sehr warm und auch April bis Juni deutlich wärmer als der Durchschnitt. März, August und vor allem Juni waren außergewöhnlich trocken; der Juli dagegen sehr feucht (99,6 L/m²). Allerdings geht der 1.Mai als feuchtester Tag in die Geschichte ein (33 L/m²). Dass an 179 Tagen kein Tropfen Regen fiel, lässt wieder darauf hindeuten, dass es immer feuchter wird. Diese Messungen sind aber nicht sehr präzise, weil in Katzwang oder Forsthof wieder andere Zahlen gemessen werden können.
Quellen
Temperatur- und Niederschlagsmessungen (und -Aufzeichnungen) von Wolfram Berger (Messstationen: Nadlerstr.8 und Dreitorbrücke; 1986 bis 2001)
www.wetter.de
Wochen-Anzeiger vom 11.1.2001 (S.20)
Geographie 11
Diercke Weltatlas