Die Oberflächenformen Mittelfrankens

Markus Hyna

Die Regnitz als Hauptentwässerungsfluss des Beckens

Die Regnitz bildet die Mittelachse des Mittelfränkischen Beckens und alle größeren Bäche münden in sie und fließen über sie in den Main. Es gibt kaum natürliche Seen, weswegen mit großem Aufwand z.B. Gewässer wie das "Fränkische Seenland" durch Umleiten des Altmühlwassers angelegt wurden. Einerseits um die Region als Naherholungsziel zu fördern, andererseits um z. B. die Grundwasservorräte Nordbayerns zu ergänzen.

Entstehung des Süddeutschen Schichtstufenlandes

Das Mittelfränkische Becken ist ein Teil des Süddeutschen Schichtstufenlandes. Vor mehr als 200 Mio. Jahren senkte sich unser Gebiet ab. Der Wind trug roten Sand in das neu entstandene Becken, der sich zu Buntsandstein (Nürnberger Burg, Gesteinsprobe) verdichtete. In das immer tiefer werdende Becken drang das Meer ein. Flüsse brachten feines Material mit und abgestorbene Meerestiere sanken zu Boden, worauf sich der Muschelkalk (Gesteinsprobe) bildete. Als sich das Land wieder hob wurde diese Schicht von Sand und Ton überdeckt, dem Keuper. In der Jurazeit drang das Meer erneut ein und brachte dunkle Tone, braune Sande und den hellen Jurakalk, den wir heute in der Alb finden mit. Im Westen wurden das Land stärker als im Osten gehoben, weswegen hier nur noch die tieferen, alten Schichten erhalten sind. Diese unterschiedliche Hebung und Senkung der Gebiete rührt von inneren Einwirkungen (endogenen Kräften), die auch für die Entstehung der Alpen verantwortlich sind her. Für den treppenartigen Bau sorgten exogene Kräfte, wie z.B. Wind- und Wassererosion, die für eine unterschiedliche Abtragung der verschiedenen Härten sorgten. Die auffälligen Landstufen wurden herausgeformt, weil weiches, toniges Material (Keuper, Kreide) leichter abgetragen werden konnte als die widerstandsfähigen Kalk- und Sandsteine. Diese treten uns heute als mächtige Stufen entgegen.

Das Karstphänomen

Die letzte in der Fränkischen Alb zurückgebliebene Schicht des wasserlöslichen Jurakalks ist für typische Karstformen, wie Dolinen oder Höhlen verantwortlich. Heute findet man in der Alb zahlreiche Höhlen, jedoch keine Quellen. Dieses Phänomen des Karstes ist dadurch zu erklären, dass der Regen den Kalk löst, dadurch Risse und Furchen entstehen in die das Wasser ungestört abfließt und für riesige Röhrensysteme gesorgt hat. Die bekannteste Höhle in unserer Gegend ist wohl die Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz.


Literatur:
Mensch und Raum
Flug über Mittelfranken
Erdkunde 5
Geographie 11
Internet


letztes Update: 06.04.01